Herz-Jesu-Feuer in Südtirol
Brauchtum in Südtirol
Einmal im Jahr, am Herz Jesu Sonntag (heuer 21. Juni) lodert und züngelt es auf Südtirols Bergen, dann hissen die traditionsbewussten Südtiroler die weiß-rote Tiroler Fahne, singen mit vor Stolz geschwellter Brust „Zu Mantua in Banden“ und schwören dem Herz-Jesu ewige Treue.Nein, die Südtiroler treten Anfang Juni weder dem Jesuitenorden bei noch werden sie zu Patrioten. Bei den Herz-Jesu Feiern und Herz-Jesu Feuern im ganzen Land geht es einzig und allein darum, dem Freiheitskämpfer Andreas Hofer und seiner Taten zu gedenken und symbolisch das Herz-Jesu Gelöbnis zu erneuern, dass die damals sehr religiösen Tiroler 1796 erstmals ausgesprochen haben.
Die Herz-Jesu Verehrung war in früheren Jahrhunderte Ausdruck der Volksfrömmigkeit und der Heimatverbundenheit: die Tiroler schworen dem Herz-Jesu 1796 erstmals durch Bergfeuer ewige Treue und der Schwur wurde von Andreas Hofer vor der legendären Bergiselschlacht wieder erneuert.
„Auf zum Schwur…“
Heute geht es zum Glück nicht mehr um blutige Auseinandersetzungen zwischen Tirolern, Bayern und Franzosen und um göttliche Hilfe muss nicht mehr durch Gelöbnisse gerufen werden. Herz-Jesu heute ist viel mehr als Gedenken an die bewegte Geschichte Tirols gedacht. Dazu werden alljährlich am Herz-Jesu Samstag oder –Sonntag Feuer auf den Bergen Tirols in Formen von Herzen oder Kreuzen entzündet, um symbolisch auf die Einigkeit Tirols hinzuweisen.Ein bisschen Spaß muss sein...
Und weil die Südtiroler ja Genießer sind, verbinden sie die Herz-Jesu Feuer mit gemütlichem Beisammensein, Grillen und feiern.Mehr über Traditionen und Brauchtum in Südtirol.
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